Hütte am Rande des Dschungels, wir liegen im Bett, sicher umgeben von Moskitonetzen und es ist dunkel.
Es raschelt. Tüten rascheln…
Tatjana und ich sind wach: Hörst du das? – Ja, was ist das? – Keine Ahnung.
Stille, dann raschelt es wieder. Vielleicht sollten wir mal nachschauen. Hast du eine Lampe?
Lampen an, doch wir sehen nichts ausserhalb unserer Netze.
Siehst du was? – Nee, auch nur das Netz. – Wir sollten wohl mal raus. – ich trau mich nicht. – Ich mich auch nicht.- Ich muss eh mal auf’s Klo.
Nun war Tatjana die mutigere von uns beiden und ist mal unterm Netz hervorgekommen. Überall hingeleuchtet nichts…
10 Minuten später, wir liegen wieder im Bett. Es raschelt wieder… und es gibt einen kleinen Schlag.
Das hörte sich nach einen größeren Tier. – Ja, das denke ich auch. – Sag, mal hattest du nicht auf dem Tisch einen Ma.rs- Riegel liegen? – Oh, ja. Glaubst du? – Okay, wir schauen nach und räumen auf.
Also nochmal mutig gewesen und wieder raus. Tja, der Schokoriegel war weg und unter der Tür ist ein Spalt, durch den genau der Schokoriegel durchpasst, aber welches Tier? Und welches Tier ist schlau genug, sich einfach den Schokoriegel zu klauen und ihn komplett mitzunehmen?? Wir haben also alle Tüten weggepackt, so dass es nichts mehr zum Rascheln gab. Das Ma.rs, die Verpackung und das Tier blieben verschwunden.
Zu unserer Beruhigung haben wir beschlossen, dass es vermutlich ein Hörnchen war, Streifenhörnchen oder so. Denn Schlangen kommen nicht auf den Tisch und bei Leguanen und Ratten konnten wir uns nicht vorstellen, wie sie den ganzen Riegel mitnehmen hätten sollen.
Linda hat überhaupt nichts mitbekommen, sondern seelenruhig geschlafen währendessen. Aber auch ich habe erstaunlicherweise danach gut geschlafen.